Reiseplan des Tages
Wien: Klimt, Kaffeehaus und Donauromantik im Herbst
Wien im Oktober ist die Stadt der Kaffeehäuser, in denen niemand hetzt, und der Museen, in denen ein einziges Gemälde einen ganzen Nachmittag rechtfertigt. Zwischen Habsburger-Pracht und Heurigen-Wein bleibt genug Zeit, um auch mal nichts zu tun.

Fotos: Christian Lendl, Krisztian Tabori über Unsplash
Dieses Flugangebot ist abgelaufen. Der Reiseplan bleibt gültig: hier findest du aktuelle Flüge nach Wien.
Aktuelle Angebote ansehenDein Reiseplan: 4 Tage in Wien
Tag 1: Ankommen und erste Runde durch die Innenstadt
Nach der Landung geht es erst einmal ins Hotel, dann ohne Plan durch die Innenstadt: Stephansdom, die Gassen dahinter, vielleicht ein Blick in den Innenhof der Hofburg. Mittags eine Kleinigkeit an einem der Marktstände, nachmittags Zeit für ein echtes Kaffeehaus – eine Melange bestellen, die Zeitung an der Stange nehmen und einfach sitzen bleiben, das ist hier kein Klischee, sondern Alltag. Abends ein Spaziergang am Donaukanal oder, falls der Kalender es hergibt, ein Stehplatz in der Staatsoper: Schal ans Geländer, warten, hineinhören.
Tag 2: Belvedere und der Kuss
Vormittags ins Belvedere, am besten mit vorgebuchtem Zeitfenster, denn hier bildet sich sonst tatsächlich eine Schlange. Der Kuss von Klimt hängt hier, aber auch das Schloss und der Garten davor sind einen langsamen Rundgang wert. Mittags in der Nähe eine Pause, nachmittags weiter in die Innenstadt oder zum Naschmarkt: unter der Woche ein langer Markt mit Ständen und kleinen Lokalen, samstags kommt zusätzlich der Flohmarkt mit Trödel und altem Porzellan dazu. Abends noch ein Kaffeehaus, diesmal vielleicht das Café Prückel.

Tag 3: Prater und Zentralfriedhof
Der Vormittag gehört dem Prater: Das Riesenrad ist bekannt, aber dahinter liegt ein Park, der sich kilometerweit zieht und in dem halb Wien joggt oder spazieren geht. Mittags eine Pause im Grünen, dann weiter zum Zentralfriedhof, der größer ist als mancher Ort und sich eher wie ein Park mit Geschichte anfühlt – die Gräber von Beethoven und Schubert liegen hier nah beieinander. Der Abend eignet sich für einen Heurigen am Stadtrand: Wein direkt vom Winzer, dazu einfaches Essen und lange Tische.
Tag 4: Ausflug in die Wachau oder nach Bratislava
Der letzte geplante Tag führt aus der Stadt hinaus: mit dem Zug etwa eine Stunde in die Wachau, vorbei an Weindörfern an der Donau, mit einem Halt am Stift Melk und Zeit für ein Glas Grüner Veltliner auf einer Terrasse. Wer lieber eine zweite Hauptstadt sehen will, nimmt stattdessen den Zug nach Bratislava, ebenfalls rund eine Stunde entfernt. Abends zurück in Wien reicht die Zeit noch für ein letztes Kaffeehaus oder einen ruhigen Spaziergang durch die beleuchtete Innenstadt.
Die übrigen Tage kannst du frei gestalten: nutze die Liste unten.
Nicht verpassen in Wien
- Belvedere mit Klimts Kuss – Das berühmteste Gemälde Wiens hängt hier, umgeben von einem Schloss, das für sich schon einen Besuch wert ist. Ein Zeitfenster online zu buchen erspart das Warten.
- Kaffeehaus-Tradition – Eine Melange bestellen und zwei Stunden mit der Zeitung sitzen bleiben, ohne dass jemand drängt – im Café Sperl oder Café Prückel erlebt man das noch, ohne Schlange davor.
- Naschmarkt – Unter der Woche ein langer Markt mit Ständen und Lokalen, samstags kommt der Flohmarkt mit Trödel und alten Ansichtskarten dazu. Früh hingehen lohnt sich, gegen zwei Uhr schließen die Stände.
- Stehplätze in der Staatsoper – Für wenig Geld an den Seiteneingang, den Schal ans Geländer binden, um den Platz zu markieren – hier gibt es keine Kleiderordnung und trotzdem großes Musiktheater.
- Prater und Zentralfriedhof – Hinter dem bekannten Riesenrad liegt ein Park, in dem die Stadt läuft, und der Zentralfriedhof mit den Gräbern von Beethoven und Schubert fühlt sich eher wie ein Park mit Geschichte an als wie ein Friedhof.
Vom Flughafen ins Zentrum
Vom Flughafen Wien-Schwechat fährt der City Airport Train (CAT) in rund 16 Minuten direkt zum Wien Mitte, alternativ bringt die S-Bahn (S7) in etwa 25 Minuten ebenfalls ins Zentrum, etwas günstiger. Auch Busse verkehren regelmäßig in die Innenstadt, die Fahrzeit liegt bei rund 20 bis 25 Minuten. Von dort sind die meisten zentralen Hotels zu Fuß oder mit wenigen Stationen U-Bahn erreichbar.
Preise und Fahrpläne ändern sich: prüfe sie kurz vor der Abreise.
Tipps für unterwegs
- Für das Belvedere und beliebte Museen lohnt sich ein Online-Ticket mit Zeitfenster, um nicht in der Schlange zu stehen.
- Für einen Stehplatz in der Staatsoper früh genug am Seiteneingang sein und einen Schal zum Markieren des Platzes mitbringen.
- Der Naschmarkt-Flohmarkt findet nur samstags statt und ist gegen zwei Uhr mittags meist schon vorbei – früh losgehen.
- Für Tagesausflüge in die Wachau oder nach Bratislava reicht ein einfaches Zugticket, eine Vorausbuchung ist meist nicht nötig.
Das Wetter im Oktober
Im Oktober ist es in Wien kühl bis mild, mit Temperaturen, die von frischen Morgenstunden bis zu angenehmen Nachmittagen reichen, und gelegentlichem Regen ist zu rechnen. Am besten mehrere Schichten und eine leichte Jacke einpacken, dazu einen kleinen Schirm für kurze Schauer.
Mehr über Wien? Lies unseren Stadtführer.
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