Reiseplan des Tages
Girona im November: Mauern, Gassen und die Costa Brava
Girona zeigt sich im November von seiner ruhigen Seite: leere Gassen in der Altstadt, klare Sicht auf die Pyrenäen von der Stadtmauer aus. Von hier aus sind Dalís Museum, mittelalterliche Dörfer und einsame Buchten der Costa Brava in Reichweite.

Fotos: Vladan Raznatovic, Christian Hess Araya, Arnout van Nieuwkoop, Joshua Kettle über Unsplash
Dein Reiseplan: 4 Tage in Girona
Tag 1: Ankunft und erste Altstadt
Nach der Ankunft und dem Transfer ins Zentrum bleibt Zeit, dich am Fluss Onyar entlangzutreiben, wo sich die bunten Fassaden im Wasser spiegeln. Am Nachmittag führt der Weg hinauf zur Kathedrale: neunzig Stufen, bekannt aus Game of Thrones, mit Blick über die Dächer. Dahinter liegt das jüdische Viertel, eines der besterhaltenen Europas, mit engen Steingassen fast ohne Läden. Am Abend lohnt ein Spaziergang durch die ruhigen Gassen, wenn die Laternen angehen und kaum noch jemand unterwegs ist.
Tag 2: Auf der Stadtmauer
Der Vormittag gehört der mittelalterlichen Stadtmauer: anderthalb Kilometer oben auf dem Wehrgang, meist menschenleer, mit den Pyrenäen am Horizont. Mittags bietet sich eine Pause in einem der kleinen Restaurants der Altstadt an, bevor du am Nachmittag tiefer ins jüdische Viertel eintauchst oder einen der Märkte besuchst. Der Abend eignet sich für ein ruhiges Essen mit Blick auf den Fluss, während die Stadt im November angenehm leer bleibt und die Temperaturen zum Draußensitzen noch reichen, wenn man eine Jacke dabeihat.

Tag 3: Tagesausflug nach Figueres
Eine halbe Stunde mit dem Zug bringt dich nach Figueres, zum Dalí-Museum, das selbst ein Bauwerk des Künstlers ist und unter dessen Boden er begraben liegt. Der Vormittag reicht für den Rundgang durch die oft überraschenden Räume. Mittags isst du in der Stadt, bevor du am Nachmittag zurück nach Girona fährst. Der Abend bleibt frei für die Altstadt, vielleicht für ein Glas Wein aus dem Empordà, einer Gegend, deren Weine man außerhalb kaum findet.
Tag 4: Besalú und die Küste
Am Vormittag geht es nach Besalú, eine Stunde entfernt: ein Dorf mit einer romanischen Brücke aus dem 11. Jahrhundert und einer jüdischen Mikwe, die erst 1964 wiederentdeckt wurde. Mittags reicht die Zeit für einen Imbiss in den Gassen des Ortes. Am Nachmittag lohnt sich, je nach Wetter, ein Abstecher zu einer der Calas der Costa Brava wie Sa Tuna oder Aigua Blava. Den Abend verbringst du zurück in Girona, mit einem letzten Blick auf die beleuchtete Kathedrale.
Die übrigen Tage kannst du frei gestalten: nutze die Liste unten.
Nicht verpassen in Girona
- Kathedralentreppe und jüdisches Viertel – Neunzig Stufen hinauf zur Kathedrale, dahinter das besterhaltene jüdische Viertel Europas mit engen Steingassen.
- Spaziergang auf der Stadtmauer – Anderthalb Kilometer auf der mittelalterlichen Mauer, kostenlos, meist allein, mit den Pyrenäen am Horizont.
- Dalí-Museum in Figueres – Eine halbe Zugstunde entfernt, ein Bauwerk, das Dalí selbst entworfen hat und in dem er begraben liegt.
- Besalú – Eine romanische Brücke aus dem 11. Jahrhundert und eine jüdische Mikwe, die erst 1964 wiederentdeckt wurde.
- Die Calas der Costa Brava – Buchten wie Sa Tuna, Aigua Blava und Sa Riera, verbunden durch einen Küstenpfad zwischen Begur und Tamariu.

Vom Flughafen ins Zentrum
Vom Flughafen Girona-Costa Brava erreichst du das Stadtzentrum am einfachsten mit dem Taxi, die Fahrt dauert etwa 20 Minuten. Alternativ verkehren zu bestimmten Flugzeiten Linienbusse zum Bahnhof von Girona, von dort sind es nur wenige Gehminuten in die Altstadt. Wer flexibel bleiben möchte, bucht das Taxi direkt vor Ort am Terminal.
Preise und Fahrpläne ändern sich: prüfe sie kurz vor der Abreise.
Übernachten
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Tipps für unterwegs
- Im November ist Girona deutlich ruhiger als im Sommer, plane Besuche der Kathedrale und des jüdischen Viertels trotzdem früh am Tag ein, um das Licht zu nutzen.
- Für den Ausflug nach Figueres lohnt es sich, die Zugverbindung vorab zu prüfen, da die Fahrt nur eine halbe Stunde dauert, aber nicht stündlich fährt.
- Feste Schuhe sind auf der Stadtmauer und in Besalú von Vorteil, da die Wege teils uneben sind.
- An der Küste ist im November mit mehr Wind zu rechnen, eine Fahrt zu den Calas lohnt sich daher besonders an sonnigen, windstillen Tagen.
Das Wetter im November
Im November ist in Girona mit milden, oft sonnigen Tagen und kühleren Abenden zu rechnen, gelegentlich fällt Regen. Eine Jacke für die Abendstunden sowie bequeme Schuhe für die Altstadt und die Stadtmauer sind sinnvoll.

Mehr über Girona? Lies unseren Stadtführer.
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